Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Leserin, lieber Leser, die ersten Sonnenstrahlen begleiten uns jedes Jahr bei frühlingshaftem Wetter. Alles möchte aufblühen – die Pflanzen, die Tiere und auch wir Menschen sind dann gerne wieder im Freien, der Sonne zugewandt. Alle sind nach langen Monaten der Kälte, der Dunkelheit und der Lethargie wie auf einen Schlag zum Leben erwacht. Dies ist ein klares Zeichen:
Ostern kommt immer näher.
Mit dem Osterfest und der Auferstehung Jesu verhält es sich ähnlich wie mit dem Frühling, den wir erleben: Was tot war, erwacht zu neuem Leben. Dieses neue Erwachen können wir auch in geistlicher Weise vom Karfreitag zu Ostersonntag erleben. Jesus Christus am Kreuz weist uns darauf hin, dass in unserer Welt nichts wirklich Bestand hat. Der Tod macht uns stets neu bewusst, dass auch wir nur ein Gast auf Erden sind. Und doch ist im Tod Jesu Christi bereits Neues angelegt. Denn hinter dem Kreuz Jesu leuchtet schon die Morgenröte der Auferstehung hindurch, die auch uns allen verheißen ist. Ich lade Sie deshalb herzlich ein, diesen Weg auch innerlich zu gehen.
In diesem Sinne möchte ich Ihnen ein Tagesgebet mit auf den Weg geben:
„Ostern, Aufstand des Lebens gegen den Tod. Noch ist unser Leben vom Tod gezeichnet. Ostern, Aufstand der Freude gegen das Leid. Noch ist unser Leben vom Leid gezeichnet. Nur ahnend erfassen wir das Neue. Doch wir trauen Dir, Gott, zu, dass du alles verwandelst, und Dein Osterlicht heute durch uns leuchten lässt. Darum beten wir zu Dir im Namen Jesu. Amen.“
S. Lotz
Unser Herr Jesus Christus sei mit Ihnen in dieser österlichen Zeit
Ihr Pfarrer Knud W. Schmitt